12. November 2018

Muay Thai

KAMPFSTILE DES MUAY THAI / THAIBOXEN

Die auffälligsten Merkmale des Muay Thai sind Ellenbogen-, Knietechniken und das Clinchen. Die für Muay Thai bekannteste Technik ist der Kick mit dem blanken Schienbein, der meist auf den Oberschenkel (Lowkick) oder auf den  Rippenbereich gezielt wird. Je nach Reglement und Stufe des Kämpfers können Knietritte zum Kopf erlaubt sein. Dabei soll der Kopf des Gegners durch das Clinchen mit den Fäusten Richtung Boden gezogen werden. Beim Clinchen halten sich die Gegner im Stehen, versuchen sich aus dem Gleichgewicht zu bringen und treten mit den Knien gegen den Oberkörper oder die Oberschenkel des Gegners. Einige Regeln lassen das Fangen und anschließende Halten des gegnerischen Beines zu. Das Clinchen ist das härteste und anstrengendste im Wettkampf. Im Clinch, wo in anderen Kampfsportarten der Kampfrichter dazwischen geht und unterbricht, wird im Muay Thai weitergekämpft. Es gibt im Clinch unzählige ringkampfähnliche Griffe unter gleichzeitiger Anwendung von Knie und Ellenbogentechniken.

Aufgrund des hohen Verletzungsrisikos durch Ellenbogen- und Knietechniken wird Muay Thai als eine der härtesten und gefürchtetsten Kampfsportarten der Welt betrachtet. Die Fausttechniken sind ähnlich dem traditionellen europäischen Boxen zuzuordnen, es sind aber auch Schläge aus der Drehung zulässig, wobei der Kopf des Gegners mit dem Handrücken getroffen wird. Im Muay Thai sind auch Würfe erlaubt, aber nicht solche wie im Judo. Es ist dabei sehr wichtig zu erlernen, sich der gegnerischen Kraft zu bedienen und diese in eine für uns günstige Richtung umleiten zu können.

Die Beintechniken im Muay-Thai unterscheiden sich deutlich von den entsprechenden Techniken anderer, ähnlicher Kampfkünste. Die Fußtritte, die beim Muay-Thai ausgeführt werden, gehören zu den sogenannten „durchstoßenden Techniken“. Diese Tritte werden nämlich so geführt, als ob der Gegner mit dem Fuß „durchtreten“ wird. Es wird mit der Kraft des ganzen Körpers und nicht nur des Beins zugeschlagen. Die Techniken werden hauptsächlich an den Pratzen geübt, wo man sie ohne Abzustoppen mit voller Kraft ausführen kann. Der zweifellos effektivste und härteste Tritt ist der Lowkick auf die Beine. Er ist nur sehr schwer abzuwehren, da er einen sehr kurzen Weg hat. Bei der Ausführung eines Fußtritts muss die größte Aufmerksamkeit der Kopf- und Körperdeckung gewidmet werden, da jeder Gegenschlag sehr gefährlich sein kann, wenn wir nur auf einem Fuß stehen.

REGELWERK

Erlaubte Techniken

  • Tritttechniken mit dem Schienbein und/oder Fuß und mit der Ferse
  • Fausttechniken, Backfist (Handrückenschlag)
  • Festhalten des gegnerischen Beins mit Folgetechnik
  • Clinchen Über den Oberschenkel gezogene Hebel- und Würfe
  • Schläge zum Kopf
  • Knie- und Ellbogen-Techniken

Nicht erlaubte Techniken

  • Nachschlagen, wenn der Gegner am Boden liegt oder kniet (in Thailand teilweise toleriert) Schlag- und Tritttechniken gegen den Hinterkopf – und Tritttechniken gegen den Rückenbereich  Schlag- und Tritttechniken in die Genitalien.
  • Kopfstöße (sind in der Urform erlaubt gewesen)
  • Nachschlagen, wenn der Gegner am Boden liegt oder kniet (in Thailand teilweise toleriert)
  • Schlag- und Tritttechniken gegen den Hinterkopf, das Knie, sowie den Unterleib
  • Schlag- und Tritttechniken gegen den Rückenbereich

Kampfkleidung

  • klassische Thaiboxer-Hose
  • Tiefschutz
  • Boxhandschuhe (8 oder 10 Unzen)
  • Mundschutz, Boxbandagen. Beim Muay-Thai-Training sollten auch Schienbeinschoner getragen werden, um das Verletzungsrisiko zu vermindern

Kampfzeit

  • D-Klasse 2 x 2 min.
  • C-Klasse 3 x 2 min.
  • B-Klasse 5 x 2 min.
  • A-Klasse 5 x 3 min. inkl. Kopfstöße

Wichtige Information

Aufgrund der aktuellen CoViD19-Situation müssen wir leider nach Anordnung der Stadt Ludwigshafen unsere Sportstätte vorerst geschlossen halten. Das gesamte Trainingsprogramm findet dementsprechend nicht statt. Sollte sich an der Situation etwas ändern, so machen wir dies hier und auf unserer Facebook-Seite schnellstmöglich bekannt.
Wir bitten um Verständnis.
Euer EFA-Team